Wie alles begann

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Wenn die Fotografie deine Leidenschaft ist dann sammeln sich immer mehr Bilder an, weshalb ich neulich beschlossen habe, etwas Ordnung auf meinen Festplatten zu schaffen. Dabei bin ich wieder auf die Fliege gestoßen. Warum die Abbildung einer ganz gewöhnlichen Fliege so wertvoll für mich ist? Dank genau diesem Bild habe ich meine Leidenschaft für die Fotografie entdeckt. Ich erinnere mich noch daran, dass ich bereits als Jugendlicher gerne und viel fotografierte. Aber ich konnte mir nicht vorstellen, wie bedeutend dieses Hobby eines Tages für mein Leben sein wird. Wenn ich mir das Bild heute anschaue, kann ich immer noch die Begeisterung spüren, die es in mir damals ausgelöst hat. Seither sehe ich die Fotografie mit ganz anderen Augen, obwohl sich hinter dieser Aufnahme eine recht simple und unspektakuläre Geschichte verbirgt. In meinen Gedanken befinde ich mich für einen Augenblick wieder im Jahr 2007, es war ein ziemlich warmer Juli und ich verbrachte meinen Urlaub damals in Spanien. An dem Tag freuten sich alle auf die Zeit am Strand, das türkise Meer und natürlich Sonnenstrahlen. Ich für meinen Teil durfte den Tag im Poolbereich des Hotels verbringen, da bei mir etwas eine allergische Reaktion hervorgerufen hatte. Keine besonders freudige Ausgangssituation, aber ich wusste meine Zeit zu nutzen. Während ich auf einer Liege am Pool entspannte, widmete ich mich meiner Canon IXUS 75, mit welcher bisher meistens Familienbilder aufgenommen wurden. Nun beobachtete ich meine Umgebung und sah auf einmal eine kleine, freche Fliege. Ich wunderte mich, dass sie absolut keine Angst vor mir hatte, wie angewurzelt blieb sie auf einer Stelle sitzen. Da sie sich überhaupt nicht vor Nähe scheute, hielt ich meine Kamera kurzerhand direkt vor den Facettenaugen der Kleinen. Unbefangen knipste ich los, ohne großartig die Einstellungen zu hinterfragen, denn ich war mir weder der Bedeutung des Begriffs Makro noch der Möglichkeiten der Canon Kompaktkamera bewusst. Damals schien mir mein 3 Zoll Bildschirm einfach riesig und als ich die Fotos genauer betrachtete, war ich wie gefesselt. In diesem Moment veränderte sich meine Wahrnehmung bezüglich der Fotografie, plötzlich stellte ich mir so viele Fragen. Wie kann ich dieses Bild reproduzieren? Wie entsteht eine derart präzise Abbildung? Was brauche ich für solche Aufnahmen? Da dachte ich über die verschiedenen Motive nach, ich wollte einfach alles fotografieren. Und das tat ich auch – Steine, Menschen, Tropfen, Autos, Bäume und vieles, vieles mehr. Ich ließ mich von meiner Neugierde leiten, so dass eine Kompaktkamera bald außer Betracht stand. Ich wollte  unbedingt Neues ausprobieren, die Welt und die Faszination der Fotografie erkunden. Vielleicht war es ein glücklicher Zufall, vielleicht doch eine Bestimmung, dass ich meinen Urlaub anders als geplant verbachte, und die kleine Fliege ganz groß entdecken durfte. Heute sehe ich die Fotografie nicht nur als meine Lieblingsbeschäftigung an, vielmehr ist es mein Hauptberuf. Als Hochzeitsfotograf bin ich immer auf der Suche nach neuen Impressionen und der Blick fürs Detail begleitet mich seit der Aufnahme dieses Bildes.

Allzeit gutes Licht.

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